Dirk Johannsen

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Meine Mitte finden

Bei dir zu Hause sein. In dir ruhen. Verbunden mit deinem göttlichen Anteil. Deine Mitte, dein Zentrum. Das ruhige Auge im Wirbelsturm. Dein Fundament, dein sicherer Hafen. Diese Mitte zu festigen bringt viel Stabilität im Leben.  Aus dieser Mitte heraus in den Kontakt zum Gegenüber zu gehen, bereichert die Begegnung ungemein. Wie leicht verlieren wir uns, weil wir für den anderen da sein wollen oder weil uns Emotionen aus dem Gleichgewicht bringen. Insbesondere traumatische Erlebnisse haben einen starken Einfluss auf unsere Fähigkeit, in unsere Mitte zu finden, wieder die Sicherheit in uns zu spüren.

Aspekte der Mitte

Es gibt unterschiedliche Vorstellungen und Meinungen darüber, was und wo unsere Mitte ist. Für mich gibt es einen körperlichen und auch einen energetischen Aspekt bei der Betrachtung. Es geht dabei nicht nur darum, sein Zentrum als kleinen Bereich in sich zu spüren, sondern auch darum sich von dort aus mit den Qualitäten des Ichs auszufüllen. So kann man nicht nur sein Ich-Gefühl in verschiedenen Rollen bewahren, sondern erzielt auch mehr Selbs(wert)gefühl, also der Wert des eigenen Seins. Dieses ist nicht zu verwechseln mit dem Selbstvertrauen, den Wert für das eigene Handeln, für etwas, das ich gut kann.

Das Kopfzentrum

Ich beziehe mich hier auf drei verschieden Zentren, unser Bauchzentrum, ca. 2 Fingerbreit unterhalb des Bauchnabels im Inneren vor der Wirbelsäule, sowie unser Herz- und Kopfzentrum.
In der Mitte einer gedachten Verbindung zwischen den oberen Rändern der Ohrmuscheln befindet sich die kieferzapfenförmige Zirbeldrüse. Sie ist zwar winzig klein, aber dennoch ist sie außerordentlich wichtig für unsere körperliche, geistige und, der Meinung einiger Experten zufolge, auch für unsere spirituelle Gesundheit. Sie steuert die innere Uhr, reguliert den Schlaf und erhöht unsere Intuition. Lässt die Zirbeldrüse in ihrer Funktion nach, setzt der physische und psychische Alterungsprozess ein.

Das Herzzentrum

Es befindet sich, wo auch sonst, im Brustkorb. Körperlich werden Herz, Lunge und die Thymusdrüse damit in Verbindung gebracht, letztere ist sehr wichtig für unser Immunsystem. Auf die Thymusdrüse mit der Faust gegen den Uhrzeigersinn zu klopfen, hilft einigen, wieder an Energie zu gewinnen, wenn man sich kraftlos, müde oder erschöpft fühlt.
Vielleicht magst du mal mit einem Partner etwas ausprobieren. Wie ist es, dich in einer bestimmten Rolle vorzustellen, sei es beruflich oder in der Familienkonstellation, während du dabei mal die oberen und mal die unteren Teile der Schulterblätter zusammenziehst. Fällt es dir leichter oder schwerer in der Rolle (PartnerIn, Tochter/Sohn, Vater/ Mutter) zu sein?

Das Bauchzentrum

Je nach Methode und Hintergrund wird das Bauchzentrum auch als Hara oder (unteres) Dantian bezeichnet. Im Bauch befindet sich ein größeres Nervengeflecht, das häufig als zweites Gehirn bezeichnet wird. Wir alle kennen die Redensart, aus dem Bauch heraus zu handeln, dem Bauchgefühl zu folgen. Tiefes Einatmen in den Bauch, kreisen lassen des Beckens im Stehen oder das Becken im Sitzen vor und zurückkippen, so dass die Sitzhöcker spürbar sind, erleichtert es enorm, Zugang zu diesem Zentrum zu bekommen. Denn die Bewegung aktiviert die Muskeln, Faszien und Bänder, die sich um die Mitte herum befinden.

Üben

Das tägliche Üben, sich mit seinen Zentren zu verbinden und diese wahrzunehmen bringt viel Stabilität in dein Leben. Es empfiehlt sich, dies zu üben, wenn es dir gut geht. So steht die Fähigkeit auch in bewegten und stürmischen Zeiten zur Verfügung und du kannst auf der Welle surfen statt von ihr untergespült zu werden.

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