Dirk Johannsen

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Starke Emotionen meistern

Ausdruck von Emotionen

Für unser gemeinsames soziales Zusammenleben sind Emotionen unerlässlich. Der Ausdruck von Gefühlen ist ein Merkmal, dass Säugetiere von Reptilien unterscheidet und das Leben im Rudel erst ermöglicht. Sowohl am Gesichtsausdruck, dem Klang der Stimme, den Verhaltenstendenzen wie auch an der Körperhaltung zeigen sich die Emotionen außen sichtbar und können so von den Mitmenschen erkannt werden. Sie schlagen sich auch in Körperfunktionen wie Herzfrequenz, Blutdruck nieder und verbessern damit die Versorgung in den Muskeln. Daher auch der Name, das Wort Emotion hat einen lateinischen Ursprung und bedeutet herausbewegen.

Emotionen bedeuten Leben

Wie gerade erwähnt, bedeutet Emotion Bewegung und Bewegung letztendlich Leben. Auch wenn wir manche Gefühle nicht gerne spüren, so bringen sie doch Farbe ins Leben, machen das Leben bunt und vielfältig. Ein rein sachliches und rationales Leben wäre zwar relativ ruhig, aber doch auch langweilig. Gerade das emotionale Erlebte prägt sich viel besser ein als reine Gedankenprozesse. Wir erinnern uns doch viel besser an Momente mit starken Gefühlen als an emotional eher neutrale Begebenheiten.

Emotionen im Körper

Zum einen sind die Organe verbunden mit den Emotionen. Das zeigt sich auch in Ausdrücken im Volksmund, „ihm ist eine Laus über die Leber gelaufen“, wenn jemand wütend ist oder „es geht ihm an die Nieren“ bei Angst und Trauer. Zum anderen wird auch das Muskelsystem aktiv, bei Furcht wird die Flucht muskulär vorbereitet, bei Wut eher die Muskeln für den Kampf. Ganz besonders zeigen sich die Gefühle auch über die Gesichtsmuskeln. Die sogenannten Basisemotionen wie Freude, Wut, Ekel, Furcht, Verachtung, Traurigkeit und Überraschung können gut beim Gegenüber erkannt werden.

Emotionen unterdrücken

Wie oft unterdrücken wir unsere Emotionen. Zum Teil aus Scham, wer weint schon gerne in der Öffentlichkeit. Die Erziehung macht auch viel aus, brave Mädchen werden nicht wütend. Es gibt natürlich auch die Gefühle, die wir nicht so gerne spüren wie Angst und Trauer und deshalb lieber wegdrücken, auch um keine Ablehnung zu erfahren. Dadurch können die Emotionen verschleppt werden oder sich immer mehr verstärken. Außerdem ist der Körper aktiviert, bleibt aber in dieser Mobilmachung stecken. Langfristig können sich so Organprobleme oder Schmerzen im Muskel- und Gelenksystem bilden, durch dauerhafte Anspannungen.

Neue Einstellung

Ich möchte Sie einladen, Ihren Emotionen neu zu begegnen, mit Dankbarkeit. Freuen Sie sich, dass Sie die Gefühle spüren können, denn dass heißt Leben. So kann ich bei aller Trauer auch einen Funken Freude am Fühlen in mir spüren. Und falls eine Emotion mal zu stark werden sollte, können Sie mithilfe Ihrer Muskeln diese wieder regulieren.

Meistern der Emotion

Probieren Sie es doch mal aus, zum Beispiel mit den Oberschenkeln. Wenn Sie im Sitzen Ihre Beine spreizen und gegen die Sessellehnen drücken oder gleichzeitig mit den Händen Wiederstand leisten, so dass die Muskeln in beiden Oberschenkeln angespannt sind. Während Sie die Spannung halten, einmal tief in die Oberschenkel ein-, aus- und wieder einatmen. Beim dann folgenden Ausatmen lassen Sie die Spannung wieder los und atmen zwei- bis dreimal normal und beobachten dabei Ihre Emotion. Dies können Sie beliebig wiederholen, bis Sie sich wieder gefestigt fühlen. So sind Sie in der Lage auf der Welle der Emotion zu surfen statt von ihr überrollt zu werden.

1 Kommentar zu „Starke Emotionen meistern“

  1. Danke für deinen Newsletter. Deine Informationen sind immer wieder aufschlussreich und hilfreich.

    Ich wünsche dir und deiner Familie schöne und fröhliche Weihnachtstage, ruhige Tage zwischen den Jahren und einen guten Start in das Jahr 2019.

    Alles alles Gute und herzliche Grüße

    Petra Fahlteich

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